Licht ins dunkle Tal
Solarlampen für Hochlanddörfer in Papua-Neuguinea
Freuen sich, dass die ersten Bausätze nun auf die Reise gehen (v.l.n.r.): Dieter Nitzsche (Geschäftsführer PRÄZIS Werkzeugbau Dresden GmbH), H. Martin (solux e.V.), Pfarrer Karl Albani (PNG-Referent des Leipziger Missionswerkes), Manfred Saupe (Produkt-Ingenieur PRÄZIS Werkzeugbau Dresden GmbH), Freimut Wätzig (solux e.V.), Evelin Schwarzer (Freundes- und Förderkreis des LMW), Gabriele Oehme (Geschäftsführerin des Landesverbandes der evangelischen Kindertagesstätten), Pfarrer Friedemann Oehme (Ökumenereferent im Landeskirchenamt)
DRESDEN / LEIPZIG - Am 15. Mai 2008 werden die ersten 1.000 Solarlampen-Bausätze auf die Reise nach Papua-Neuguinea gehen, die mit Hilfe der gemeinsamen Adventsaktion "Licht ins dunkle Tal" der sächsischen Landeskirche, des Landesverbandes der evangelischen Kindertagesstätten und des Leipziger Missionswerkes (LMW) finanziert wurden.
Vom Martinstag 2007 bis Epiphanias (Dreikönigstag) 2008 hatten Kirchgemeinden, Kindergärten und Schulen in ganz Sachsen Geld für das Solarlampenprojekt für Hochlanddörfer in Papua-Neuguinea gesammelt. Bis 23. April 2008 sind im Rahmen der Adventsaktion 82.251,73 Euro auf dem Spendenkonto des LMW eingegangen. Das gewünschte Ziel von 50.000 Euro wurde damit weit überschritten.
Die Schiffsreise bis in die Hafenstadt Lae wird ein bis zwei Monate dauern. Von da aus geht es mit dem Auto und/oder Kleinflugzeug in die Zielregion Kol in der Westlichen Hochlandsprovinz. Dort befindet sich die Werkstatt, in der einheimische Jugendliche die Lampen montieren werden. Evelin Schwarzer aus Rödlitz, die auch an der Vorbereitung der Adventsaktion maßgeblich beteiligt war, wird als erste "Ausbilderin" nach PNG reisen.

Sie besuchte zusammen mit dem Papua-Neuguinea-Referenten des LMW, Pfarrer Karl Albani, dem Ökumene-Beauftragten im Landeskirchenamt, Pfarrer Friedemann Oehme, und Gabriele Oehme, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Kindertagesstätten der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens e.V. am 14. Mai in Dresden-Niedersedlitz die Firma PRÄZIS Werkzeugbau Dresden und informierte sich über die Vorbereitungen des Transports der vorgefertigten Lampenteile.
Insgesamt wurden für das Solarlampenprojekt, für das Landesbischof Jochen Bohl vor zwei Jahren die Schirmherrschaft übernommen hatte, bis jetzt 110.123,91 Euro gespendet. Hinzu wird die Kollekte des Abschlussgottesdienstes des Deutschen Evangelischen Posaunentages in Leipzig am 1. Juni kommen. Mit der erreichten Summe kann nun etwa 2.000 Familien - doppelt so vielen wie geplant - in den Pilotregionen geholfen und der Aktionsradius vergrößert werden.
Für ein Land, in dem 80 Prozent der Menschen ohne Stromanschluss leben, ist der Ausbau dieses Hilfsprojektes eine sehr gute Nachricht. "Auch in den an die Zielregion angrenzenden Gebieten besteht der dringende Bedarf nach Solarlicht.", sagt Pfarrer Karl Albani. "Deshalb möchte das LMW das Projekt weiterführen und Menschen in Sachsen um ihre finanzielle Unterstützung dafür bitten." Die Partnerschaft zwischen den Kirchen in Sachsen und Papua-Neuguinea besteht bereits seit mehr als 50 Jahren.
Das Leipziger Missionswerk, gegründet 1836 in Dresden, zog 1848 nach Leipzig. Heute befindet es sich in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirchen Sachsens, Mecklenburgs und Thüringens. Die Partnerkirchen in Tansania, Südindien und Papua-Neuguinea unterstützt das LMW sowohl finanziell als auch personell. Zudem engagieren wir uns in der Ausländer-, Gemeinde- und Bildungsarbeit.
Kontakt
Ev.-Luth. Missionswerk Leipzig
Papua-Neuguinea-Referat
Pfarrer Hans-Georg Tannhäuser
Paul-List-Str. 19 • 04103 Leipzig
Telefon: 0341 99 40 644
Hans-Georg.Tannhaeuser@lmw-mission.de