Licht ins dunkle Tal
Solarlampen für Hochlanddörfer in Papua-Neuguinea
Nördlich von Australien und südlich des Äquators liegt Neuguinea, das letzte Paradies auf Erden, wie es einige liebevoll nennen. Mit viel Fantasie ähnelt die Form der Insel einem Känguru ohne Beine und mit seinen rund 800.000 Quadratkilometern Fläche ist es nach Grönland die zweitgrößte Insel der Erde.
Ende des 19. Jahrhunderts zogen Deutsche, Holländer und Engländer gemeinsam auf der Landkarte einfach eine Linie, um Gebietsstreitigkeiten zu beenden. Der westliche Teil wird als West-Papua bezeichnet und gehört heute zu Indonesien. Der östliche Teil bildet den Staat Papua-Neuguinea (PNG).
Seit dem 16. September 1975 ist Papua-Neuguinea ein eigenständiger Staat im Britischen Commonwealth mit einer parlamentarisch-demokratischen Monarchie mit Queen Elisabeth II als Staatsoberhaupt.
Allein Papua-Neuguinea hat eine Fläche von 461.693 Quadratkilometern und ist damit ein Drittel größer als die Bundesrepublik Deutschland, hat allerdings nur knapp sechs Millionen Einwohner, was in etwa ein Dreizehntel der deutschen Bevölkerung oder die Bevölkerung von Berlin, Hamburg und München zusammen ausmacht.
Die Vielfalt an Kulturen auf diesem dennoch kleinen Gebiet ist einfach einzigartig. 1.000 Völker fanden hier seit Beginn der ersten Besiedlung vor rund 50.000 Jahren ein Zuhause. Bisher gibt es über 830 registrierte völlig unterschiedliche Sprachen und um sich die Verständigung untereinander zu erleichtern, gelten Pidgin und Englisch als offizielle Landessprache. In den Dorfregionen ist es allerdings nicht selten, dass Einheimische keine der beiden Sprachen beherrschen. Das Hochland von Papua-Neuguinea wurde erstmals in den 1930er Jahren von Weißen (australische Goldsucher) betreten. Die Menschen lebten damals noch wie in der Steinzeit, und als sie die weiße Haut sahen, glaubten sie zunächst, die Geister ihrer Verstorbenen zu sehen. Auch heute wird zwar in abgelegenen Gebieten noch mit Pfeil und Bogen gekämpft, aber die Steinaxt kommt nicht mehr zum täglichen Einsatz.
Natürlich gibt es in Papua-Neuguinea auch große Städte mit Hochhäusern, Ampeln und Schulen – Städte, die sich im Großen und Ganzen kaum von unseren unterscheiden.
Kontakt
Ev.-Luth. Missionswerk Leipzig
Papua-Neuguinea-Referat
Pfarrer Hans-Georg Tannhäuser
Paul-List-Str. 19 • 04103 Leipzig
Telefon: 0341 99 40 644
Hans-Georg.Tannhaeuser@lmw-mission.de