Licht ins dunkle Tal

Solarlampen für Hochlanddörfer in Papua-Neuguinea


Unsere Partnerkirche: Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Papua-Neuguinea (ELC-PNG)

Geschichte

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Missionsarbeit verschiedener Kirchen in Neuguinea begann, machten Vertreter der Kolonialmächte wie der deutsche Kolonialbeamte Johann Stanislaus Kubary keinen Hehl daraus, was sie davon hielten und mit welchem Herrschaftsanspruch man beanspruchte weiterzuregieren: „Ich bin der Herrgott der Astrolabe [deutsche Kolonialgesellschaft], merken sie sich das.“
Kirche und Mission wurden als störend und geschäftsschädigend empfunden. Missionar Johann Flierl, von der Neuendettelsauer Mission entsandt, begründete am 12. Juli 1886 mit seinem Dienst die evangelisch-lutherische Mission in Neuguinea. Auch er ließ keinen Zweifel daran, wozu Gottes Wort ihn verpflichtete: „Der Missionar muss reden für die Stummen, muss seinen Mund auftun für die Sache der Verlassenen. Er muss Fürbitte einlegen für die Unterdrückten und Misshandelten. Andernfalls macht sich die Mission mitschuldig an dem Unrecht, welches unter ihren Augen geschieht".

Flierl, der 1899 die ersten beiden Männer taufen durfte, folgten viele aus Deutschland. Nach 1914 beziehungsweise 1929 kamen Überseemissionare der lutherischen Kirchen Australiens und Nordamerikas hinzu. Dank der zahllosen einheimischen jungen Christen, die seit 1904 offiziell in die Missionsarbeit integriert wurden, wuchs die Kirche ständig. 1935 schätzt man etwa 800 dieser jungen Missionare. 1962 waren es bereits 1600. So wurden allein in den Jahren zwischen 1951 und 1954 52.000 Menschen getauft. Die Lutherische Kirche Neuguineas, die 1956 auf ihrer Gründungssynode selbstständig wurde, zählte damals 150.000 Mitglieder.

Die Mitarbeit des Leipziger Missionswerkes nahm ihren Anfang am 29. September 1953 mit einem entsprechenden Beschluss der Generalversammlung der Leipziger Mission. Erfreulich viele waren zur Entsendung bereit. Den Anfang machten im Mai 1955 Ernst Jäschke, Hans-Dieter Klemm und Friedrich Höhne mit ihren Ehefrauen. Die Abordnung erfolgte am 20. Februar 1955 in der Nikolaikirche zu Leipzig. Missionar Jäschke, der die Predigt halten sollte, wurde die Einreise aus Bayern in die DDR verweigert. Landesbischof Gottfried Noth predigte an seiner Statt über 1. Korinther 3,5-10: „Und so ist es für uns, für die ganze Missionsgemeinde, für die ganze Kirche, ein ungemein freudiger und ernster Tag. Und wir sind betrübt und betroffen darüber, dass nicht einer von ihnen, wie es geplant war, in diesem Gottesdienst predigen und das Wort Gottes auslegen darf. An ihrer Stelle stehe ich… Wir sind dessen gewiss, dass wir in der Mission nicht irgendein Werk am Rande der Kirche tun, sondern das Werk der Kirche.“
Bis heute erfolgten durch das Leipziger Missionswerk 30 Entsendungen zum Dienst in der Partnerkirche Neuguineas.

Heutige Situation

Das Kirchenamt befindet sich in Lae an der Nordküste Papua-Neuguineas. Geleitet wird die Kirche derzeit von Bischof Zau Rapa. Die ELC-PNG ist die größte protestantische Kirche in Papua-Neuguinea. Sie zählt etwa 900.000 Mitglieder. Die Pastorenausbildung erfolgt in drei Seminaren. Evangelisation, (Aus-)Bildung und Gesundheitsdienste sind die drei Hauptaufgabenfelder der Kirche.

Zur ELC-PNG gehören 16 Kirchenbezirke, die jeweils von einem Kirchenbezirkspräsidenten (Superintendenten) geführt werden.


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Kontakt

Ev.-Luth. Missionswerk Leipzig
Papua-Neuguinea-Referat
Pfarrer Hans-Georg Tannhäuser
Paul-List-Str. 19 • 04103 Leipzig
Telefon: 0341 99 40 644
Hans-Georg.Tannhaeuser@lmw-mission.de