Licht ins dunkle Tal
Solarlampen für Hochlanddörfer in Papua-Neuguinea
Rund ein Viertel Jahr nach dem offiziellen Ende der Adventsaktion „Licht ins dunkle Tal“ sind auf dem Spendenkonto des Evangelisch-Lutherischen Missionswerkes Leipzig e.V. (LMW) 80.667,70 Euro eingegangen. Die gemeinsame Spendenaktion der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, des Landesverbandes der evangelischen Kindertagesstätten und des LMW hat damit das gewünschte Ziel von 50.000 Euro weit überschritten. Noch immer gehen weitere Spenden ein.
Seit dem Martinstag am 11. November 2007 hatten vor allem evangelische Gemeinden, Kindergärten und Schulen Geld für Solarlampen für Hochlanddörfer in Papua-Neuguinea gesammelt. Mit der erreichten Summe können gut 1.600 Familien in zwei Pilotregionen unterstützt werden. Für große Teile des Inselstaates im Pazifik ist der Aufbau eines Stromnetzes auf weite Sicht nicht möglich. Die Menschen in den unterentwickelten Bergregionen leben in rußgeschwärzten fensterlosen Hütten. Selbst die medizinische Versorgung von Kranken und Hilfsbedürftigen erfolgt oft bei Kerzenschein oder mit Taschenlampe.
Der Papua-Neuguinea-Referent des LMW Karl Albani freut sich über das Ergebnis: „Anfangs war ich doch im Zweifel, ob die 50.000 Euro als Ziel nicht zu hoch gesteckt sind. Jetzt freue ich mich über den riesigen Zuspruch und danke allen Spenderinnen und Spendern.“
In den kommenden Wochen wird die erste Lieferung mit etwa 500 Lampenbauteilen in der Dresdner Firma „Präzis-Werkzeugbau“ zusammengestellt und per Schiff nach Papua-Neuguinea versandt. „Wir hoffen, dass wir im Juli gemeinsam mit vier Freiwilligen aus Deutschland und den jugendlichen Auszubildenden in Neuguinea mit der Produktion der Lampen beginnen können.“, so Albani.
Geld zu sammeln war aber nicht das alleinige Ziel der Adventsaktion. Es ist gelungen, die Partnerschaft, die bereits seit mehr als 50 Jahren zwischen den Kirchen in Sachsen und Papua-Neuguinea besteht, in den Gemeinden bekannter zu machen. Viele Gruppen haben sich mit Hilfe einer eigens erstellten Materialmappe intensiv mit der oft sehr schwierigen Lebenssituation in Papua-Neuguinea beschäftigt und haben eine weitere Unterstützung zugesagt.
Das Solarprojekt, für das Landesbischof Jochen Bohl 2006 die Schirmherrschaft übernommen hatte, geht ebenfalls weiter. Beim Deutschen Evangelischen Posaunentag OHRENBLICK MAL!, der vom 30. Mai bis 1. Juni 2008 in Leipzig stattfindet, wird die Kollekte des Abschlussgottesdienstes für das Projekt verwendet werden.
Das Leipziger Missionswerk, gegründet 1836 in Dresden, zog 1848 nach Leipzig. Heute befindet es sich in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirchen Sachsens, Mecklenburgs und Thüringens. Die Partnerkirchen in Tansania, Südindien und Papua-Neuguinea unterstützt das LMW sowohl finanziell als auch personell. Zudem engagieren wir uns in der Ausländer-, Gemeinde- und Bildungsarbeit.
Kontakt
Ev.-Luth. Missionswerk Leipzig
Papua-Neuguinea-Referat
Pfarrer Hans-Georg Tannhäuser
Paul-List-Str. 19 • 04103 Leipzig
Telefon: 0341 99 40 644
Hans-Georg.Tannhaeuser@lmw-mission.de