Licht ins dunkle Tal
Solarlampen für Hochlanddörfer in Papua-Neuguinea
GESCHAFFT!!! – MI AMAMASEine E-Mail von Evelin Schwarzer aus MadangIhr Lieben daheim und in der weiten Welt, gestern (04.02.) sind wir im wunderschönen Madang an der Pazifikküste angekommen, ziemlich matt, aber voller Freude, dass unser Projekt gut und im Zeitplan beendet werden konnte. Die letzten Tage in Kol waren nochmal sehr anstrengend, aber 1000 Lampen leuchten und konnten den Leuten mit in die Dörfer gegeben werden. Überall aus den Hütten kommt nun heller Lichtschein. Immer wieder haben wir auch Lichtpunkte an den Berghängen erkennen können als sich die Menschen auf den teilweise tagelangen Heimmarsch in ihre Dörfer begeben haben. Die Freude und Dankbarkeit ist überall riesengroß. Die Frauen zeigen ihre besondere Freude mit lautem Schreien, das in den Tagen des Lampenverkaufs über Stunden auf dem Gelände der Missionsstation erschallte. Mit großer Ausdauer hatten die Leute vor unserem Haus gewartet bis sie einzeln aufgerufen wurden und ihre Lampen in Empfang nehmen konnten. Bis dahin alles Liebe. Eure Evelin | ![]() ![]() |
Aus dem Kirchenkreis Kol im Hochland Papua-Neuguineas erreichte uns am 27. Januar die Nachricht, dass alle 1.000 Solarlampen, die für Familien in der Großregion vorgesehen sind, fertig gestellt sind. Gemeinsam mit den vom Leipziger Missionswerk ausgesendeten Ausbildern Evelin Schwarzer aus Rödlitz und André Michalczyk aus Leipzig und zwei Mitarbeitern des Kirchlichen Entwicklungsdienstes in Lae haben 30 Jugendliche, Männer und Frauen, in nur zehn Wochen diese Leistung vollbracht.
Am Montag, den 2. Februar, wird das Projekt in diesem Zielgebiet im westlichen Hochland Papua-Neuguineas mit einem Dankgottesdienst, traditionellem Erdofenessen „Mumu“ und der Übergabe der Lampen an die Empfängerfamilien zu Ende gehen.
Die zweite Lieferung von Bauteilen für weitere 1.500 Solarlampen ist bereits unterwegs. Ab Juli sollen diese Lampen in einer Werkstatt in Ogelbeng gefertigt und dann vor allem in den abgelegenen Regionen um die Missionsstationen Nomane und Alkena zum Einsatz kommen.
Der Leipziger Andre Michalczyk ist gut in Ogelbeng eingetroffen und wurde von Evelin Schwarzer abgeholt. Beide werden mit Unterstützung des LMW-Missionars Pfarrer Rolf Strobelt einige Besorgungen tätigen, um gemeinsam die Arbeit im Projektort Kol fortzusetzen.
Evelin berichtet: "Es ist wunderbar! Die einhemischen "Lehrlinge" arbeiten enorm emsig. 350 Lampen sind bisher gefertigt." Sie berichtet von einer guten Zusammenarbeit mit den zwei Mitarbeitern des Lutherischen Entwicklungsdienstes aus Lae, den bisher sieben einheimischen Lehrlingen (die zweite Schicht von weiteren acht wird in den nächsten Wochen die erste Gruppe ersetzen) und dankt dem Kirchenkreis und besonders Pfarrer Rolf Strobelt, Robert Vogel und Klaus Neumeier in Lae für alle Unterstützung.
Bericht von Evelin Schwarzer vom 13.12.2008
Die Kisten haben die zweimonatige Schiffsreise bis in die Hafenstadt Lae gut überstanden und sind von da aus in die Zielregion Kol in der Westlichen Hochlandsprovinz gebracht worden. Dort befindet sich die Werkstatt, in der einheimische Jugendliche die Lampen montieren werden. Evelin Schwarzer aus Rödlitz, die auch an der Vorbereitung der Adventsaktion maßgeblich beteiligt war, ist derzeit als erste "Ausbilderin" in PNG.
Erste Nachricht zum Beginn der Arbeiten in Kol
Am 14. Mai wurde die erste Lieferung mit Bauteilen für die ersten 1.000 Lampen in der Dresdner Firma "Präzis-Werkzeugbau" zusammengestellt und am 15. Mai dem Kurierdienst übergeben.
Bericht vom Versand der Lampen
"Licht ins dunkle Tal" lautete das Motto der gemeinsamen Adventsaktion der sächsischen Landeskirche, des Landesverbandes der evangelischen Kindertagesstätten und des Leipziger Missionswerkes (LMW). Vom Martinstag 2007 bis Epiphanias 2008 hatten vor allem Gemeinden, Kindergärten und Schulen Geld für das laufende Solarlampenprojekt für Hochlanddörfer in Papua-Neuguinea gesammelt.
Bis 30. April 2008 sind 82.423,02 Euro auf dem Spendenkonto des LMW eingegangen. Das gewünschte Ziel von 50.000 Euro wurde damit weit überschritten.
Insgesamt wurden für das Solarlampenprojekt bis jetzt über 180.000 Euro gespendet. Allein 73.300 Euro gehen auf die Kollekte des Abschlussgottesdienstes des Deutschen Evangelischen Posaunentages in Leipzig am 1. Juni zurück. Mit der erreichten Summe kann nun fast 3.000 Familien - dreimal so vielen wie geplant - in den Pilotregionen geholfen und der Aktionsradius vergrößert werden. In einem Land, in dem 80 Prozent der Menschen ohne Strom leben, ist dies eine frohe Botschaft.
Kontakt
Ev.-Luth. Missionswerk Leipzig
Papua-Neuguinea-Referat
Pfarrer Hans-Georg Tannhäuser
Paul-List-Str. 19 • 04103 Leipzig
Telefon: 0341 99 40 644
Hans-Georg.Tannhaeuser@lmw-mission.de